Mikro-Pilgern Ringeding

Mikro-Pilgern Ringeding

30. Dezember 2021 Aus Von Imke Hansen

Mittwoch, den 29.12.2021 um 07:30 Uhr mit Jesus, 2 Menschen und einem Hund

Treffpunkt Vorplatz Gemeindezentrum Thomaskirche

Dauer: 50 Minuten

Beschreibung: komoot Ringeding

Impuls:

  • Text zur Tageslosung: Das aufgehende Licht aus der Höhe erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens. Lukas 1,78-79

Der doppelte Rundweg “Ringeding” führt um den Albert-Schweitzer-Ring und um die Emil-von-Behring-Straße.

Wir treffen uns morgens unter der einzigen lichtspendenden Laterne auf dem Vorplatz. Das Gemeindezentrum liegt im Dunkeln. Jesus, sind wir nicht das Licht der Welt?

Wir sehen zwar nicht viel, aber wir hören das leise Tropfen des Tauwassers von den Bäumen. In der Ferne rauscht der Verkehr auf der Autobahn; außer uns sind also bereits viele Menschen unterwegs.

Neben der schon lang ersehnten Gelegenheit zum ausgiebigen persönlichen Austausch stellen wir beim Gehen fest, dass der Doppelring Gegenpole von Lebensstationen und -situationen enthält: vom Kindergarten bis zum Hospiz, von arm bis reich. Uns fällt auf, dass es wenig Festbeleuchtung gibt, nur vereinzelt hängen Lichterketten oder sind Sterne aufgestellt. Vielleicht, weil manche Nachbarn Weihnachten erst zum 6. Januar feiern? Oder gar nicht?

Dann haben wir eine gute Begegnung. Wir haben fast den Emil-von-BehRing geschlossen, da kommt uns in der Finsternis ein Licht entgegen. Ein Mann läuft mitten auf der Fahrbahn, er zieht seinen Einkaufswagen hinter sich her und hält eine Lampe vor sich. Wir grüßen ihn und sagen ihm, dass wir uns freuen, dass er uns einen Lichtstrahl an diesem Morgen bringt. Er erklärt uns, dass er selbst sehbehindert ist und so wenigstens etwas erkennen und vor allem im Verkehr gesehen werden kann. “Im Dunkeln ist gut funkeln” gibt er uns mit!

Beim Hospiz ist rege Bautätigkeit zu beobachten. Wir überlegen, welche Anknüpfungspunkte an Hospize wir haben oder welche werden könnten. Im Sinne des Bibeltextes Lukas 1,78-79 wünschen wir seinen zukünftigen Gästen und Angehörigen ein liebevolles Licht und Frieden auf ihrem hier endenden gemeinsamen Lebensweg.

Das aufgehende Licht bringt uns zwar an diesem Tag keine strahlende Sonne, aber immerhin ein helleres Grau, als wir wieder am Gemeindezentrum ankommen.

Wir schließen unsere Runde bei Kerzenschein mit dem tagesaktuellen Gebet aus “PRAYER TO GO” mit Johannes Müller vom Lighthouse Bremen ab.