Grußwort

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Liebe Leserinnen und Leser, liebe Edendorfer,

das Corona-Jahr hat viel verändert. Wir sind in unserer Freiheit eingeschränkt: Treffen, Feiern, Reisen usw. werden abgesagt oder anders geplant. Wir müssen Abstand halten, weil wir damit einander schützen. Viele Großeltern leiden darunter, dass sie ihre Enkel lange nicht mehr gesehen oder im Arm gehalten haben. Kinder vermissen ihre Freunde in der Schule. Existenzen sind bedroht. Fast jeder kennt mittlerweile jemand aus der näheren Umgebung mit einem positiven Testergebnis. Manche haben einen lieben Menschen zu beklagen, der in Verbindung mit dem Virus verstorben ist.

Die Äußerung des Rostocker Bürgermeisters „Wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben“ weist einen guten Weg für die Zukunft. Relevant sind dafür nicht nur Infektionszahlen und Inzidenzen, sondern auch das, was man Psychohygiene nennen kann und die Annäherung an ein halbwegs normales Leben. Wo Menschen sich an die Regeln halten, wird ein Leben mit dem Virus ermöglicht.

Und die Kirche(n)? Was ist die Botschaft der Kirche in der Pandemie? Gibt es von Seiten der Kirche etwas Hilfreiches zu sagen? Ich denke, ja. Da ist zunächst der Wert des Lebens, der uns neu vor Augen steht. Das z.Zt. oberste Gebot ist der Lebensschutz. Für Ältere und Vorerkrankte. Für sie nehmen wir all das auf uns. Zurecht. Bundespräsident Steinmeier hat für die 60.000 Corona-Toten in Deutschland eine Kerze entzündet. Ein Zeichen der Trauer und des Besinnens. Ich wünsche mir, dass das bei uns auch für die jährlich 100.000 im Mutterleib getöteten Kinder getan wird. Wer schützt die in Zukunft? Dazu sollte die Kirche jetzt deutlich Stellung beziehen.

Und: Vertrauen ist wichtig in der Pandemie. Vertrauen statt Angst. Das Wort Pandemie hängt zusammen mit dem griechischen Wort „pan“ = „überall“, was also auf die Verbreitung hinweist. Es gibt aber auch eine Verknüpfung mit dem griechischen Gott „Pan“, von dem das Wort „Panik“ abgleitet ist. Ein intensiver Angstzustand. Angst ist auch in der Pandemie ein schlechter Berater. Was wir brauchen, ist Besonnenheit.

Jesus sagt: „In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ (Joh.16,33) In Jesus Christus treffen sich Himmel und Erde. Er hat in Gottes Namen den Frieden gebracht, der höher ist als alle Vernunft. Er hat ein Leben, das keinen Tod mehr kennt. Das möchte Gott uns schenken. Wer dieses Geschenk im Herzen hält, hat Grund zur Freude und zum Vertrauen. Ich wünsche Ihnen, dass Gott Sie ins Vertrauen zieht. Und in seine Freude.

Möge Gottes Segen Sie begleiten und Freude mit Ihnen sein, besonders an Ostern, dem Fest der Hoffnung und des Lebens! Bleiben Sie behütet und gesund!

 

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Pastor