Neues aus Scoutland

Neues aus Scoutland

Moin, Moin,

schön, dass ihr wieder bei uns vorbeischaut!
Während es beim Schreiben des letzten Artikels für diese Stelle draußen noch unangenehm kühl und dunkel war, ist es heute herrlich hell und schon frühsommerlich warm. Ich liebe diese Zeit des Jahres, in der vieles wieder neu erwacht. Immer wieder stehe ich unter der riesigen Eiche vor meiner Wohnung und grüble darüber nach, wie sie es schafft, gleichzeitig an allen Enden winzige grüne Blättchen entstehen zu lassen, die bis zum Herbst zu ledrigen Ärgernissen für manchen Freizeitgärtner heranwachsen. Unfassbar und faszinierend finde ich das jedes Jahr aufs Neue. Ich habe mal gelernt, wie so etwas biologisch vonstatten geht, aber wirklich begreifen kann ich es nur schwer. Dennoch weiß ich, dass es passieren wird; egal ob wir mal drei Tage mehr Sonne oder Regen haben, ob ein paar gurrende Tauben ihr Nest in den Zweigen bauen oder ob ein Sturm mal ein paar Äste aus der Krone fegt. Ich weiß es einfach und weiß, dass ich mich darauf verlassen kann, denn mein Gott lässt es geschehen und hat mich noch nie einen Sommer lang mit einer Eiche ohne Blätter verwirrt unter dem kahlen Baum stehen lassen.
Und genau so ein Gefühl macht sich im Frühjahr bei den Pfadfindern breit:
Alles muss wieder ausgegraben, hergerichtet und aufgehübscht werden, damit wir im Sommer draußen sein können: Feuerschalen machen einen vergammelten Eindruck, Zelte haben die ein oder andere Blessur durch die Witterung oder übermütige Pfadfinder erlitten, Beile und Sägen sind nicht mehr so scharf wie sie sein sollten… das ist die Zeit, gemeinsam anzupacken. Manchmal wissen wir nicht, wie das alles geschehen soll, aber irgendwie funktioniert es dann doch immer.
Gerade laufen die Vorbereitungen für unser Sommerlager in Dänemark auf Hochtouren, und manchmal ging es nicht so recht voran: die Suche nach einem Küchenteam war zäh, und wir sahen uns schon mit 130 Pfadfindern dreimal täglich bei McDonalds; lange war nicht klar, ob wir genügend Autos mit Anhängerkupplungen hätten, um alles ziehen zu können; die Anzahl der Mitarbeiter ist immer noch gering, wir sind aber zuversichtlich, dass es klappen wird! Wir können uns darauf verlassen, dass wir uns nicht nur auf uns allein verlassen müssen. Hej, das ist sehr beruhigend! So starten wir auch in diesen Sommer mit der Gewissheit, dass wir nicht allein sind!
Am 26. Juni sehen wir uns dann hoffentlich alle beim Pfadfinder-Gottesdienst! Euch allen einen schönen, hellen, wärmenden Sommer – äußerlich und innerlich!

Allzeit bereit und liebe Grüße
Ihr / euer Klaus Moritz